Camino via Tolosana (Tag 01)

 

Hamburg → Montpelier (Anreise)


 → ca. 1.300 Kilometer
↑ ca. 10.000 Meter

Freitag, der 04.07.2014

 

Amphitheater von Arles
Amphitheater von Arles

Dafür, dass der Flughafen Basel-Freiburg-Mulhouse über kaum mehr Infrastruktur und „Entertainment“ verfügt, als ein durchschnittlicher S-Bahnhof, gingen die 5 Stunden Aufenthalt erstaunlich gut rum!
Danach folgte noch eine weitere Flugstunde, und gegen 16:00 Uhr stand ich an der Gepäckausgabe in Montpellier, wo ich direkt auf die ersten Pilger traf: 3 Schweizer. Und obwohl wir rein sprachlich keine Verständigungsprobleme hatten, dauerte es erstaunlich lange, bis klar war, dass wir verschiedene Wege laufen. Die drei wollen einen Abschnitt vom Via Podiensis bestreiten, den ich 2010 gemacht hatte.
Aber zumindest der Weg zum Bahnhof (per Bus und Straßenbahn) war für uns noch der gleiche.
Beim Umsteigen in die Tram entdeckte ich, dass genau an der Stelle „mein“ Camino verläuft. Genau dort werde ich also in ein paar Tagen noch mal lang kommen. Denn Arles liegt knappe 100 km in der Gegenrichtung…
Für eben diese Strecke besorgte ich mir ein Ticket und nur kurz darauf erledigte der Zug in einer Stunde das, wofür ich ab morgen wohl gute 4, 5 Tage brauchen werde.

Arles am Abend
Arles am Abend

Vom Bahnhof zum Hotel ging es einmal quer durch die Altstadt, vorbei an diversen Straßencafés und Bars, bei denen konzentriert Fußball geguckt wurde.
Ein Blick in die obere Ecke eines Monitors verriet mir: 1:0 für Deutschland. Ups.
Sollte ich mich nun freuen oder besorgt sein?
Die Dame vom Hotel (→ SV) machte auf mich jedenfalls einen sehr „sparsamen“ Eindruck, nachdem sie sich vom Fernseher ab und mir zugewannt hatte.
Als sehr sparsam stellte sich auch das Zimmer und vor allem die Umgebung heraus: 2 km außerhalb, umgeben von Fernstraße und großen Supermärkten.
Letzteres hatte aber natürlich auch seinen Vorteil! Und so konnte ich mich schon mal mit dem obligatorischen Proviant eindecken.
Danach habe ich mich noch mal aufgerafft und bin zurück ins Zentrum.
Die dunkeln Wolken, die noch bis zum Nachmittag den Himmel dominierten, waren verschwunden, und es brach eine milde, sternenklare Nacht an.
Und wie auch schon in Straßburg, bereiteten mir die Franzosen zum Auftakt meiner Tour ein kleines Fest. Nur war es dieses Mal kein Feuerwerk sondern ein offenbar traditioneller Umzug, der im berühmten Amphitheater endete.
Mir ist dieses Brimborium ja immer etwas unangenehm, aber gut…
In den Sportnachrichten habe ich übrigens noch ein neues französisches Wort gelernt, dass auffällig oft erwähnt wurde: Frustration…

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