Camino via Tolosana (Tag 02)

 

Arles → St. Gilles-du-Gard


 → 23 Kilometer
↑ 41 Meter

Samstag, der 05.07.2014

 

Le Puy-en-Velay
Le Puy-en-Velay

Wenn etwas einen Camino rund macht, dann ist ein vernünftiges Frühstück draußen vor einem Straßencafé! Vor allem hat man da die Möglichkeit, der südländischen „Luftnummer“ Weißbrot mit Marmelade auszuweichen, was für gewöhnlich ja keine 3 km vorhält!
Und so genoss ich mein Baguette mit Käse und Schinken in einer Nebengasse mit Blick auf das Treiben in der Hauptgasse. Ein sehr unterhaltsames Programm! Trotzdem galt es irgendwann aufzubrechen, zumal ich eh schon ziemlich spät dran war.

Der Weg ist perfekt markiert, und so hatte ich Arles schnell hinter mir gelassen.
Vor gut 10 Jahren war ich bereits schon mal mit dem Auto in der Camargue und fand die Landschaft durchaus eindrucksvoll wegen ihrer scheinbar endlosen Weite. Zu Fuß bekommt „eindrucksvoll“ allerdings nach einiger Zeit eine etwas andere Bedeutung…! Die Weitsicht ist nicht nur so gut, weil es absolut keine Erhebungen gibt, sondern auch die Pflanzenwelt ist äußerst übersichtlich. Und so habe ich heute den wohl schattenfreiesten Abschnitt aller bisherigen Caminos hinter mich gebracht!
Ach, sagte ich schon, dass das Wetter wolkenfrei und sehr warm war?

St. Gilles
St. Gilles

Von daher habe ich es irgendwann verworfen, St. Gilles nur als Pausenort zu sehen und die dort vorhandene Pilgerherberge aufgesucht.
Über einen Hinterhof (→ SV) trat ich direkt in die Küche und es begrüßte mich ein älterer, weißhaariger und sehr freundlicher Mann, der aber leider kein Wort Englisch oder Deutsch spricht. Trotzdem funktionierte es natürlich wie immer irgendwie, wenn auch manchmal etwas zäh. Das änderte sich, als nach einiger Zeit eine ältere Französin auftauchte, die auch etwas Englisch spricht.
Nur kurz darauf folgte noch ein spanischer Radpilger mit sicherlich ausgezeichneten Sprachkenntnissen – allerdings nur in seiner Sprache, das dafür aber gern und viel…! Trotzdem artete unser gemeinsames Abendessen, das aus einem sehr bunten Mix von uns zusammengetragenen Kleinigkeiten bestand, in nahezu temperamentvolle Gespräche es aus.
Und das jemand immer wieder auf mich weist und dabei den Namen Merkel ausspricht, war auch mal eine neue Erfahrung…!

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