Camino via Tolosana (Tag 30) (Col du Somport – Jaca / 36 km)

Ich traute mich fast gar nicht aus dem Fenster zu gucken, aber als ich es doch tat, sah ich einen blauen Himmel!
Fast so, als sei nix gewesen!

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Perfekt!
Denn heute sind noch mal Pyrenäen und der Bahnhof von Canfranc angesagt!
Aber vorher gab’s noch in der Bar auf der spanischen Seite meinen ersten Café con leche – oder besser meine ersten beiden!

Dabei traf ich auf einen jungen Deutschen, der sich hier mit einem Holländer zusammen getan hat und den GR11 läuft (dieser verbindet den Atlantik und das Mittelmeer über die Pyrenäen).
Die beiden sind gestern in dem Unwetter hier angekommen. Ich hatte sie noch vom Fenster aus gesehen und angeboten, reinzukommen, aber sie beschlossen durchzulaufen.

Als ich die Bar verließ, sah der Himmel schon gar nicht mehr so freundlich aus!
Aber für den Augenblick war es zumindest noch perfektes Fotowetter!

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Als ich allerdings in das nur 8 km entfernte Canfranc eintraf, hatte es sich komplett zugezogen!
So ein Misst!
Bitte nicht hier und jetzt!
Ausgerechnet!
Na gut. Solange es noch nicht regnete, wollte ich natürlich trotzdem das Gelände erkunden.
Und gerade, als ich meine erste Aufnahme machen wollte, wurde es plötzlich hell!

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Für einen Augenblick kam die Sonne durch – und sie tat es in den folgenden beiden Stunden, in denen ich mehr Fotos als in den letzten beiden Wochen machte, immer wieder.

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Von daher muss von der heutigen Etappendistanz das hier noch wieder abgezogen werden… 😉

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Und gerade, als ich dabei war, meine Kamera und auch den Poncho mal wegzupacken, da musste ich letzteren umgehend wieder herausholen.
Was dann folgte, war ein Gewitter, wie ich es seit – ähm… – gestern Abend nicht mehr erlebt hatte!
Ich konnte mich gerade noch in eine der Bars von Canfranc retten.

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Die Gelegenheit für mein erstes Bocadillo!
Als der Regen etwas weniger wurde, zog ich weiter. Allerdings musste ich mich unter dem Vordach des zurzeit geschlossenen Touri-Offices direkt wieder unterstellen…
Das Gleiche hatte auch ein junges spanisches Paar gemacht, das hier offenbar seinen Wandertag hatte. Nach einiger Zeit sprach sie mich an. Sie Fragte, woher ich käme und stellte fest, dass wir dann auch Deutsch sprechen könnten.
Sie wollte wissen, ob ich noch weiterlaufen wolle. Sie führen nämlich jetzt gleich mit dem Auto nach Jaca, meinem für heute angedachten Ziel.
„Eigentlich schon. Wenn das Wetter sich denn noch wieder beruhigt…!“
Und da es gerade etwas heller wurde, ließ ich die Beiden ziehen.
Eine überraschend gute Entscheidung!
Zwar war es für weiter gute 20 km schon ziemlich spät (14:30 Uhr), aber keine 10 Minuten später schien wieder die Sonne, und sie tat es auch bis zu meiner Ankunft gegen 20:30 Uhr in der Pilgerherberge von Jaca.

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Dort bezog ich eine von ca. 20 über zwei Etagen verteilten 2-Bett-Kammern,
die von einer brusthohen Holzwand umrandet sind
(in den meisten Pilgerherbergen stehen diverse Etagenbetten frei in einem Raum).
Das Haus dürfte in etwa zu zwei Drittel belegt sein. So, wie ich das mitbekommen habe fast alles Spanier.

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(über die Sitemap lassen sich die Tage gezielt aufrufen)

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